Destination  Hotellerie  Mitarbeiterführung 

Erstellt: 14.01.2026
MA Gabriele Maessen

Gabriele Maessen, MA

Senior Beraterin

Berlin, Deutschland

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Sind Sie bereit Führung neu zu denken?

Führung-Team-Leadeship

Muss eine Führungskraft heute wirklich alles wissen, alles entscheiden und alles im Griff haben? Oder ist genau das der größte Irrtum moderner Führung?

In schwierigen Situationen zeigt sich immer wieder: Führung heißt nicht, alles selbst zu bestimmen, sondern gemeinsam mit dem Team tragfähige Lösungen zu entwickeln. Ja, die Führungskraft trägt in letzter Instanz die Verantwortung für Entscheidungen. Doch Verantwortung bedeutet nicht, Entscheidungen isoliert zu treffen.

Im Gegenteil: Gute Führung bezieht das Team bewusst mit ein. Denn dort liegt Erfahrung, Nähe zur Praxis und oft auch der entscheidende Blickwinkel, der in komplexen Situationen den Unterschied macht.

Für mich gehört auch dazu, dass eine Führungskraft ihre eigenen Schwächen kennt – und sie dem Team gegenüber offen zugibt. Nicht aus Unsicherheit, sondern aus Stärke. Denn eine Führungskraft ist immer nur so stark wie ihr Team. Und genau deshalb ist die Zusammenstellung des Teams ein zentraler Erfolgsfaktor für jede Führungspersönlichkeit.

Ein starkes Team entsteht nicht zufällig.
Es entsteht, wenn Führungskräfte Menschen gezielt auswählen, die ihre eigenen Schwächen ausgleichen, andere Perspektiven einbringen und Verantwortung übernehmen wollen. So entsteht ein Team, das den Manager stärkt – fachlich, menschlich und in der täglichen Entscheidungsfindung.

Ein weiterer entscheidender Aspekt moderner Führung ist Empowerment.
Nur wenn Teams befähigt werden, eigenständig zu handeln, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen, können sie flexibel, schnell und mit dem nötigen Selbstvertrauen agieren. Das setzt allerdings voraus, dass Führungskräfte bewusst einkalkulieren, dass Fehler passieren werden.

Und das ist nicht nur akzeptabel – es ist notwendig.
Denn der Lernfaktor entsteht genau dort und ist essenziell für die Zukunft: für bessere Entscheidungen, für echtes Vertrauen und für nachhaltige Entwicklung. Voraussetzung dafür ist ein klares Signal der Führungskraft:

  • Was ist gut gelaufen?
  • Was ist falsch gelaufen?
  • Und vor allem: Was lernen wir daraus?

Ohne ehrliches Feedback gibt es keinen Lernprozess.
Ohne Lernprozess keine Entwicklung.
Und ohne Entwicklung keine zukunftsfähige Führung.

Wir brauchen heute keine Führungskräfte, die behaupten, alle Lösungen zu kennen oder alles allein schaffen zu müssen. Wir brauchen Menschen, die Richtung vorgeben, aber auch ehrlich sagen, dass der Weg dorthin holprig sein wird – voller Experimente, Anpassungen und Lernschleifen.

Moderne Führung bedeutet, gemeinsam mit dem Team herauszufinden, was funktioniert und was nicht. Erfolge genauso offen zu reflektieren wie Fehler. Und das Team immer wieder zu motivieren, gemeinsam Ziele zu erreichen – mit Klarheit, Vertrauen und Verantwortung.

Führung ist kein Solo.
Führung ist gemeinsame Arbeit an einem gemeinsamen Ziel.

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